Kurioses Immobilienwissen

Makler wissen skurrile Geschichten zu erzählen

Im Makleralltag kursieren teilweise skurille Begriffe, die dem Laien nicht auf den ersten Blick etwas sagen. PlanetHome bringt Licht ins Dunkel der skurillen Begriffe.

Was hat es mit der Auflassungsvormerkung auf sich?

Manche Begriffe sind aus heutiger Sicht ungewöhnlich. Was hat es zum Beispiel mit der Auflassungsvormerkung auf sich? Hat der Käufer sich für ein Objekt entschieden, lässt der Notar die sogenannte Auflassungsvormerkung im Grundbuch eintragen. Damit ist es nur dem über die Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragenen Käufer möglich, die Immobilie zu erwerben. Der Begriff Auflassung gehört zum kuriosen Immobilienwissen. Im Mittelalter existierten keine Grundbücher, damals gab es nur Käufer und Verkäufer. Makler wissen, ein Objekt wurde durch die Auflassung übergeben. Der Verkäufer öffnete Fenster und Türen, damit der Käufer das Objekt übernehmen konnte. Dieser schloss die Türen und Fenster wieder und die Übergabe der Immobilie war abgeschlossen.

Grundbucheinträge können vollkommen unsinnig sein

Makler wissen, dass Grundbucheinträge immer wieder übernommen werden. So gehört folgender Tatbestand zum kuriosen Immobilienwissen: Ein Mann in Brandenburg hatte ein Grundstück erworben, zu dem im Grundbuch eine Pflicht vermerkt war. Ein auf dem Grundstück gelegener Entwässerungsgraben soll in vorgegebenen Zeitabständen vom Grundstückseigentümer gereinigt werden. Der Käufer ging auf die Suche und konnte den Graben nicht entdecken. Mittlerweile waren an dieser Stelle Häuser erbaut worden. Makler wissen, dass der neue Eigentümer diesen Eintrag im Grundbuch nicht ändern kann. Lediglich die Erben des ehemaligen Eigentümers könnten erklären, dass diese Eintragung nichtig ist. Daher wird die Pflicht zur Reinigung des Grabens weiterhin im Grundbuch vermerkt bleiben.